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Projektoren ohne Dolby Vision: der VRROOM-Fix

Fast kein dedizierter Heimkino-Projektor unterstützt Dolby Vision nativ — das ist die Regel, nicht die Ausnahme. Im Folgenden: genau, wie du den LLDV-Enabler des VRROOM einrichtest, damit diese Projektoren trotzdem Dolby-Vision-Qualität im Tone-Mapping bekommen, dazu eine geprüfte Liste von 55 aktuellen und neueren Projektoren, die HDR10 unterstützen (einige zusätzlich HDR10+), aber kein Dolby Vision — jeweils belegt mit der eigenen Spec-Seite des Projektor-Herstellers und mit eigener Einrichtungsseite.

Jedes Modell unten ist mit der offiziellen Spec-Seite, dem Datenblatt oder der Anleitung des Projektor-Herstellers belegt — keine Drittanbieter-Testberichte oder Forenbeiträge, nur die eigene Seite der Marke —, und jedes Modell hat außerdem eine eigene Einrichtungsseite (vom Modellnamen unten aus verlinkt). Ein paar JVC- und Sony-Modelle sind mit ihren UK-/EU-/Helpguide-Seiten belegt, weil sich die exakt passende US-Seite nicht laden ließ — gleicher Hersteller, andere Regionalseite. Diese Liste setzt auf Genauigkeit statt Länge: Mehrere Projektoren, denen häufig fehlendes Dolby Vision unterstellt wird (neuere Lifestyle-Ultrakurzdistanz-Modelle von Hisense und AWOL Vision, die meisten aktuellen XGIMI-Modelle sowie Optomas Laser-Flaggschifflinie), unterstützen es tatsächlich und wurden bewusst weggelassen — ebenso ein paar Modelle, die sich nicht auf einer offiziellen Seite bestätigen ließen, ohne auf eine Testseite zurückzugreifen. Steht dein genaues Modell nicht in der Liste, prüfe das eigene offizielle Datenblatt auf “Dolby Vision” — fehlt es und ist HDR10 vorhanden, gilt derselbe Trick unten genauso.

So richtest du LLDV auf deinem Projektor ein

Der Trick besteht aus drei Teilen, und nur der mittlere passiert am VRROOM: dein Player übernimmt das eigentliche Dolby-Vision-Tone-Mapping, der VRROOM sagt dem Player, dass er das darf, und dein Projektor muss überhaupt nichts anders machen — er bekommt einfach ein Signal, das wie ganz normales HDR10 aussieht.

1. Dein Player: nichts Besonderes, einfach Dolby Vision aktivieren

Apple TV 4K, ein Oppo- oder Panasonic-Blu-ray-Player, ein Kaleidescape, eine NVIDIA Shield und andere wissen bereits, wie man Dolby Vision ausgibt — sie müssen dafür nur ein Display sehen, das in seiner EDID Dolby-Vision-Unterstützung behauptet (das ist die Aufgabe des VRROOM, Schritt 2 unten). Die genauen Menüschritte pro Player, inklusive der Match-Range-Einstellung des Apple TV 4K und des Player-led-HDR-Modus beim Oppo, findest du in den Player-Guides.

2. Der VRROOM: gib dem Player eine Dolby-Vision-EDID

Öffne den Webserver des VRROOM und gehe zum Tab EDID. Zwei Wege dahin, der einfachste zuerst:

  • Schneller Weg: weise Custom EDID 5 (Sony A1 LLDV, DCI-P3-Primaries) oder Custom EDID 10 (Sony A1 LLDV, BT.2020-Primaries) dem Eingang zu, an dem dein Player hängt. Beide sind fertige LLDV-EDIDs aus der VRROOM-eigenen Liste von 100 — nichts weiter einzustellen.
  • Mehr Kontrolle: nutze Copy TX Sink EDID and Modify und setze DV auf Custom DV, dann baust du im Tab DV dein eigenes Datablock (Primaries, Backlight, Max/Min Luminance).

Aktiviere anschließend im Tab HDR/AVI die Option “Use custom HDR for TX0 and TX1 when input is LLDV”, damit der VRROOM den HDR-Modus deines Projektors automatisch einschaltet, sobald das eingehende Signal LLDV ist. Starte deinen Player nach dem Ändern der EDID neu — die meisten Player (besonders der Apple TV 4K) führen ihren Dolby-Vision-Kompatibilitätstest bei jeder EDID-Änderung erneut durch. Alle Details Feld für Feld: der EDID-Bereich, der DV-Bereich und der HDR/AVI-Bereich der Anleitung, oder die LLDV-zu-HDR10-FAQ für die Kurzfassung, den Standardwert von 1000 Nits für Max Luminance und den Hinweis zu BT.2020 versus DCI-P3.

3. Dein Projektor: meistens gar nichts

Dein Projektor sieht immer nur ein HDR10-Signal und zeigt es als HDR10 an — es gibt keine Dolby-Vision-Einstellung zu finden, weil auf dieser Seite gar keins im Spiel ist. Lass ihn in dem Bild-/HDR-Modus, den du sonst für HDR10-Inhalte nutzt. Hat dein Projektor eine eigene dynamische, bildweise HDR-Tone-Mapping-Funktion (JVCs Frame Adapt HDR und Theater Optimizer sind die bekanntesten Beispiele), erzielen die meisten Besitzer ein saubereres Ergebnis, wenn sie diese ausschalten und stattdessen einen statischen HDR10-Bildmodus nutzen — der Player hat das szenenweise Tone-Mapping bereits erledigt, bevor das Signal den Projektor überhaupt erreicht hat, sodass eine zweite Runde obendrauf über- oder unterkorrigieren kann. Wie genau diese Funktion umgeschaltet wird, steht in der Anleitung deines Projektors, da sich die Menübezeichnung zwischen Firmware-Versionen ändert.

Bei Projektoren ohne automatische HDR-Modus-Umschaltung musst du den HDR-Modus eventuell manuell erzwingen, da LLDV nicht immer denselben HDR-Info-Frame trägt wie normales HDR10 — prüfe das Bildmodus-Menü deines Projektors, falls das Bild nach dem Aktivieren von LLDV in SDR bleibt.

BenQ

Epson

Epsons LS-/Pro-Cinema-Laserreihe und die älteren UB-Referenzprojektoren bieten HDR10(+) ohne Dolby Vision.

JVC (D-ILA)

Die gesamte D-ILA-Reihe von JVC, von den lampenbasierten NX-/NP-/X-Modellen bis zu den Laser-Flaggschiffen NZ und RS, unterstützt HDR10 (und meist HDR10+), aber kein Dolby Vision — die mit Abstand häufigste Projektormarke in VRROOM-/LLDV-Diskussionen.

Optoma

Optomas Mainstream-DLP- und UHZ-Laserreihe ist reines HDR10/HLG. Die neuesten Laser-Flaggschiffe — UHZ68 und UHZ78LV — unterstützen dagegen Dolby Vision und wurden bewusst von dieser Liste ausgenommen.

Samsung

Samsung setzt displayübergreifend auf HDR10+ statt Dolby Vision, Projektoren eingeschlossen — dieselbe Haltung wie bei der eigenen TV-Reihe (siehe den TV- und Monitor-Guide).

Samsung — HDR10, no Dolby Vision.
ModelHDRSource
Samsung The Premiere LSP9THDR, HLGSamsung offizielle Spec-Seite (Kanada)

Sony (VPL)

Sonys Heimkino-Projektoren sind reine HDR10-/HLG-Geräte — kein HDR10+, kein Dolby Vision, über die gesamte aktuelle VPL-XW-Reihe hinweg.

ViewSonic

UST / Lifestyle

Das ist die eine Kategorie, in der sich “kein Dolby Vision” nicht mehr einfach voraussetzen lässt: Neuere, auf Google TV basierende Ultrakurzdistanz- und tragbare Lasermodelle liefern zunehmend eine in ihr Smart-OS eingebaute Dolby-Vision-Dekodierung mit. Die Modelle unten haben es nachweislich noch nicht und wurden einzeln geprüft; Modelle wie der Hisense PX3-Pro, AWOL Vision LTV-3500 Pro, XGIMI Horizon Ultra, XGIMI Horizon 20 Max und Anker Nebula Cosmos 4K SE unterstützen inzwischen Dolby Vision und wurden deshalb bewusst ausgeschlossen.

Bist du dir nicht sicher, ob der VRROOM überhaupt das richtige Gerät für deinen Raum ist? Sieh dir VRROOM vs. Arcana 2 vs. Arcana an, oder gehe direkt zu dem EDID-Bereich der Anleitung für die genauen Schritte.